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Vaterschaftsvermutung bei medizinisch unterstützter Fortpflanzung

USA/Georgia
Vaterschaftsvermutung bei medizinisch unterstützter Fortpflanzung

Der Supreme Court des US-Bundesstaats Georgia hat am 16.10.2017 im Urteil Patton v. Vanterpool entschieden, dass die in § 19-27-21 Georgia Code festgelegte Vaterschaftsvermutung für Kinder, die während einer Ehe oder innerhalb der üblichen Austragungszeit danach aufgrund künstlicher Befruchtung geboren wurden, für mittels In-vitro-Fertilisation gezeugte Kinder nicht gilt. Diese Art der Zeugung falle nicht unter den Wortlaut der Bestimmung. Daraus, dass der Gesetzgeber die vor der Entwicklung der In-vitro-Fertilisation erlassene Vorschrift – anders als andere Vorschriften in diesem Abschnitt des Georgia Code – nicht nachträglich geändert habe, obwohl er sich der neuen fortpflanzungsmedizinischen Möglichkeiten bewusst gewesen sei, lasse sich schließen, dass er sie nicht habe ändern wollen.

Link zum Urteil

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